Eishockey - Spielregeln

Spielfeld:

Das Eisfeld ist eine rechteckige Eisfläche deren Länge 56 bis 61 m und deren Breite 26 bis 30m beträgt. Die Ecken des Spielfelds sind abgerundet und haben einen Radius von 7,00 bis 8,50 m. Die Bande um das Spielfeld herum hat eine Höhe von ca. 1,20 m. Zum Schutz der Zuschauer wird auf die Banden eine Plexiglasscheibe aufgesetzt und hinter den Toren werden zusätzliche Fangnetze angebracht. Im Eishockeyspiel sind die Tore 122 cm hoch und 183 cm breit, die Torstangen sind rot gefärbt, und um das Tor ist ein halbkreisförmiger Torraum markiert. Durch 5 Linien wird das Spielfeld in der Länge unterteilt. Zwei 30 cm breite blaue Linien unterteilen das Spielfeld in 3 gleich große Zonen.

*Angriffszone

*Neutralezone

*Verteidigungszone

Die Neutralezone wird durch die 30 cm breite rote Linie halbiert. Mittig auf der roten Linie befindet sich der Anspielpunkt, innerhalb des Anspielkreises. Insgesamt gibt es fünf Anspielkreise, die alle einen Radius von 4,5 m haben. Jener in der Mitte des Spielfeldes, und jeweils zwei in den Verteidigungszonen. Als 4. und 5. Querlinie durchziehen die Torlinien das gesamte Spielfeld. Die Spielbänke befinden sich außerhalb der längsseitigen Banden der neutralen Zone, gegenüber befindet sich die Zeitnehmung und die Strafbänke. Das Spielfeld ist anders wie als bei anderen Feldsportarten, beim Eishockey reicht das Spielfeld um die Tore herum. In der Regel ist das Spielfeld mit Holz und Kunststoffwänden umgeben. Abweichungen im Spielfeld gibt es in der nordamerikanischen NHL, da beträgt die breite ca 26m und die Länge 56m. Es verfügt auch über eine andere Verteilung der Spielfeldzonen. Somit ist das Spiel in Nordamerika etwas schneller und aggressiver als in Europa.

Team,Spieler und Ausrüstung

Aus maximal 22 Spielern besteht eine Mannschaft, davon sind 20 Feldspieler und 2 Torhüter. Allerdings dürfen sich maximal 6 Spieler gleichzeitig auf dem Eis befinden. In der Regel besteht dies aus 5 Feldspielern und einem Torwart. Der Torwart wird nur in besonderen Situationen durch einen sechsten Feldspieler ersetzt. Meist wird in Reihen bzw. Blöcken gespielt, das heißt soviel wie das Stürmer und Verteidiger möglichst immer mit dem gleichen Partner spielen. Eine Mannschaft die optimal besetzt ist hat vier Verteidigungsreihen (4x 2+2 Spieler=10 Spieler) Somit ergibt das 10 Verteidiger und 1 Torwart+12 Stürmer+2 Ersatztorhüter = 25 Spieler. Jedoch darf die Anzahl der gemeldeten Spieler in einem Spiel/ Turnier nicht mehr als 22 betragen. Ein Team muss jeweils zwei Assistenten und einen Kapitän bestimmen. Dieser trägt zur Erkennung ein "A" für Assistant oder ein "C" für Captain auf der Brust. Bei Unklarheiten oder Fehlentscheidungen darf der Kapitän als Einziger den Schiedsrichter nach der Regelauslegung befragen. Das Austauschen der Spieler ist nicht nur während der Spielunterbrechung möglich, sondern kann beliebig erfolgen. Meist wechseln die Teams alle 40 bis 100 Sekunden. Um Verletzungen vorzubeugen ist eine umfassende Schutzausrüstung vorgeschrieben. Die Schutzausrüstung beträgt neben dem Eishockey-Schlittschuh und dem Schläger noch einen Helm mit Helmvisier, Nacken- und Kehlkopfschutz, Mund- und Zahnschutz und Handschuhe. Außerdem tragen die Spieler eine Brust- und Schulterschutz. Da sich die Torhüter einer erhöhten Gefahr durch die abgefeuerten Schüsse aussetzen, haben sie eine besondere Schutzausrüstung. Sie tragen besondere Torhüter-Schlittschuhe, einen Helm mit Gesichtsmaske, Beinschoner, einen Stock,Blockhandschuhe mit Schutzplatte und einen Fanghandschuh.

Schiedsrichter

Zu den Offiziellen werden die Schiedsrichter gezählt. Unterteilt werden diese in Spiel-Offizielle und Off-Ice-Offizielle. Aus zwei Linienrichter und einem Schiedsrichter bestehen die Spiel-offiziellen. Sie tragen Schwarz-weiß gestreifte Trikots und eine schwarze Hose. Zur Unterscheidung trägt der Schiedsrichter an beiden Oberarmen eine rote Armbinde. Die allgemeine Aufsicht über das Spiel hat der Schiedsrichter, sowie die Kontrolle über die Spieler. Die Linienrichter haben die Kontrolle über Linienverstöße. Sie übernehmen die Anspiele/Einwürfe und unterstützen den Schiedsrichter. Beim Eishockey haben Schieds- und Linienrichter einen größeren Einfluss als beim Fussball. Durch Aussprechen von Bankstrafen können sie unmittelbar auf das Spielgeschehen einwirken. Der Stadionsprecher, Punktrichter,Spielzeitnehmer zählt zu den Off-Ice-Offiziellen, sowie ein Vidio -Torrichter der zu Rate gezogen werden kann wenn Unklarheiten entstehen. Zu den Off-Ice-Offiziellen zählen außerdem zwei Strafbankbetreuer, zwei Torrichter die unmittelbar hinter dem Tor sitzen und durch Betätigung einer Lampe ein erzieltes Goal anzeigen.

Dauer und Regeln

Die effektive Spielzeit eines Eishockeyspiels beträgt 60 min, die auf 3 mal 20 min aufgeteilt wird. Da bei den Spielunterbrechungen die Uhr angehalten wird, dauertein Eishockeyspiel meist erheblich länger. Zwischen den 20 menütigen Spielen finden jeweils 15 minütige Pausen statt. Somit beträgt die Dauer eines Eishockeyspiels zwischen zwei und zweieinhalb Stunden. Steht nach dieser Zeit das Spiel unentschieden, geht es entweder in die Verlängerung oder es wird im Penaltyschießen entschieden. Der Puck darf mit Hilfe des Schlittschuhs fortbewegt werden. Sofern ein Tor nicht durch direktes Kicken erzielt wird, ist dies zulässig. Unzulässig hingegen ist es den Puck mit dem hohen Stock (Stock über der "normalen Hüfthöhe") zu spielen. Erlaubt wiederum ist es den Puck mit der Hand zu stoppen. Durch Handpässe erzielte Tore sind verboten, genauso wie Handpässe ansich. Wenn man sich im eigenen Verteidigungsdrittel befindet ist ein Handpass erlaubt, dieser muss aber auch im Verteidigungsdrittel angenommen werden. In eigener Unterzahl darf der Puck mit der Hand aus dem Verteidigungsdrittel geschlagen werden.

Strafen

Der Schiedsrichter spricht unter folgendem Verhalten Strafen aus:

Die Strafe wird mit einem speziellen Handzeichen angezeigt vom Schiedsrichter angezeigt. Der Schiedsrichter bestimmt wie hoch eine Strafe ausfällt. Durch das heben des Arms zeigt der Schiedsrichter ein Foul an. Das Spiel läuft währenddessen weiter, bis die Mannschaft gegen die Strafe ausgesprochen wird. Wird in der Zeit von der Mannschaft gegen die ein Foul begangen wurde ein Tor erzielt, ist die Strafe hinfällig.

Mögliche Strafen und Strafzeiten:

kleine Strafe (2 min) / kleine Bankstrafe (2 min gegen die Mannschaft) kleine Strafe + automatischer Disziplinarstrafe (2 + 10 min) große Strafe (5 min + automatisch Spieldauer-Disziplinarstrafe) Disziplinarstrafe (10 min) Spieldauer-Disziplinarstrafe (Restausschluss + 1 Spiel Sperre, Eintrag im Spielbericht: 20 min) Matchstrafe (5 min + Restausschluss + evtl. Spielsperren, Eintrag im Spielbericht: 25 min) Strafschuss (Penalty)

Ob große oder kleine Disziplinarstrafen sie wird von dem Spieler gegen den die Strafe ausgesprochen wurde auf der Strafbank abgesessen. Wird ein Tor von der in der Überzahl spielenden Mannschaft erzielt, darf der Spieler (wenn er eine kleine Strafe verbüßt) sofort wieder auf das Eis. Keinen Einfluss hat ein Tor allerdings bei großen Strafen oder Disziplinarstrafen. Sitzen zwei Spieler auf der Strafbank, darf derjenige wieder auf das Eis dessen Strafe die geringste Restzeit aufweist. Abgesessen werden die Strafen auf der Strafbank, mit Ausnahme von dem Torhüter. Begeht der Torhüter eine Kleine- oder Disziplinarstrafe wird er durch einen vom Kapitän oder Trainer zu bezeichnenden Spieler der während des Vergehens auf dem Eis war vertreten. Begeht er eine große Strafe oder eine Zweite Disziplinarstrafe wird der Torhüter umgehend vom Spiel ausgeschlossen.

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